Aktuelles


Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen, Angebote und Hinweise zu unseren Veranstaltungen und Projekten.

    Presseinfo, 24.01.23: Weiterbildung zum professionellen Coach

Weiterbildung zum professionellen Coach

LEB-Seminar in Bad Zwischenahn, Infotag am 4. Februar

Die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) bildet ab 17. März wieder neue Coachingkräfte aus. An insgesamt zwölf Wochenenden absolvieren die Teilnehmenden im Coaching und Assessment Center (Bahnhofstraße 18) eine umfangreiche theoretische sowie praktische Schulung. Diese kann ganz individuell auf den ausgewählten Wirkungsbereich abgestimmt werden, eine Infoveranstaltung am 4.2.23 (9.30 – 12.30 Uhr) geht auf alle Fragen der einjährigen Qualifizierung ein.

„Begrifflich vielen vielleicht eher aus dem Sport bekannt, sind die Einsatzfelder von professionellem Coaching vielfältig“, sagt LEB-Fachbereichsleiterin Nicole Mehra. So erfreuten sich verschiedenste Life-Coachings wie z.B. für ein gesundes Selbstbewusstsein, zur glücklichen Partnerschaft oder für die Gesundheit immer größerer Beliebtheit. Aber nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit steige der Bedarf, sondern „besonders im beruflichen Kontext findet Coaching zunehmend in der Management-, Organisations- und Personalentwicklung, in der Projektbegleitung sowie in Teamprozessen  statt.“

Durch langjährige Erfahrungen in den Bereichen der Eignungsdiagnostik und der weiterführenden berufsintegrierenden Begleitung bietet das LEB Coaching und Assessment Center einen fachkundigen Ausgangspunkt für die Coaching-Weiterbildung. Diese richtet sich mit verschiedenen Dozent*innen vorwiegend an Menschen, welche künftig als Coach arbeiten wollen, aber auch an solche, die bereits entsprechend wirken und ihre Kompetenzen ausbauen bzw. optimieren möchten. Dabei soll es durchaus lebhaft zugehen: „Neben theoretischer Wissensvermittlung setzen wir vor allem auf eine praktische Erprobung und Selbsterfahrung durch regelmäßige Arbeit in Kleingruppen, Intervision, Rollenspiele, Übungen und Feedbacks“, erläutert Mehra, die als individualpsychologische Beraterin und Supervisorin ihren Teil beiträgt.

Für die Absolvierung ist ein Hochschulabschluss wünschenswert, alternativ können aber auch entsprechende Berufserfahrungen geltend gemacht werden. Nach regelmäßiger Teilnahme und Präsentation einer Seminararbeit vor Plenum und Prüfungsausschuss winkt dann am Ende des gesamten Jahres im April 2024 ein Zertifikat.

Info + Anmeldung:
LEB Coaching und Assessment Center
Bahnhofstraße 18
26160 Bad Zwischenahn
Tel:       +49 (0) 4403 - 98 478 23
E-Mail:  zwischenahn@leb.de

    Presseinfo, 16.12.22: Klimaanpassung in der Landwirtschaft

Klimaanpassung in der Landwirtschaft

Veranstaltungen im Rahmen des LEB-Projektes „Prima Klima“

Innerhalb des umfangreichen Bildungsprogrammes zu „Prima Klima“ bietet die Ländliche Erwachsenenbildung Weser-Ems/Nord (LEB) im Jahr 2023 auch fachspe-zifische Einheiten an. So wird es ab 10. Februar bei sechs Vorträgen und Workshops um die besonderen Bedingungen für die Landwirtschaft im Nordwesten im Umgang mit dem Klimawandel gehen. Die kostenfreien Veranstaltungen finden in den Räumen der LHV Dienstleistungs GmbH, Aurich (Südeweg 2a), statt.

Laut Landesamt für Statistik Niedersachsen bewirtschafteten 2020 in Niedersachsen 34 609 Betriebe rund 2,6 Mio. ha landwirtschaftlich genutzte Fläche. Insbesondere die heißen und trockenen Frühjahrs- und Sommermonate der Jahre 2018-2020 zeigten z.B. auf, welchen Herausforderungen die Landwirtschaft, vor allem an Standorten mit leichten und sandigen Böden, in Zukunft gegenüber steht.

Das spezielle Aufbaumodul von „Prima Klima“ beschäftigt sich deswegen umfassend mit dem Klimawandel und dessen Folgen für die Agrarwirtschaft und geht dabei auf Aspekte wie Wassermanagement, Klimaanpassungsmaßnahmen am eigenen Hof, die Zukunft von Moorstandorten sowie Folgen für die Forstwirtschaft ein. In insgesamt sechs Veranstaltungen im Februar 2023 mit ganz verschiedenen Expert*innen bildet eine Podiumsdiskussion am 28.02. um das Thema Biodiversität den krönenden Abschluss, wenn sich Manfred Tannen (Landvolk) und Dr. Holger Buschmann (NABU) gegenübersehen.

Hintergrund

Mit dem Projekt „Prima Klima“ möchte die LEB engagierten Bürger*innen in der Region eine umfassende Möglichkeit bieten, den Klimawandel und dessen Folgen im Einzelnen zu erkennen, damit diese wiederum Handlungen für ihre Tätigkeiten ableiten können. Hierzu arbeitet die LEB seit Anfang des Jahres mit Fachleuten zusammen, um Bildungseinheiten auszuarbeiten. Für 2023 ist geplant, mit den Teilnehmer*innen das erstellte Pilot-Programm von insgesamt über 150 Unterrichtseinheiten mit verschiedenen Schwerpunkten zu erproben, anzupassen und zu verfestigen. Ihr Bildungsnetzwerk von etwa 1100 Mitgliedsgruppen und -vereinen in ganz Niedersachsen möchte die LEB dazu nutzen, die Ideen von „Prima Klima“ in die Breite der Bevölkerung zu tragen. Das Projekt im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) erfährt organisatorische Unterstützung durch ZUG (Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH) und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert.

Die Termine

Die kostenfreien Veranstaltungen finden in den Räumen der LHV Dienstleistungs GmbH, Aurich (Südeweg 2a), statt. Das Programm zum Thema sowie zu den allgemeinen Bildungseinheiten ist auch online zu finden unter: https://weser-ems.leb-niedersachsen.de/prima-klima.html

Anmeldung und weitere Infos

LEB-Beratungsbüro Aurich
Karina Schaefer, Südeweg 2, 26607 Aurich
Tel.: +49 (0) 4941 986 54 21
E-Mail: karina.schaefer@leb.de

    Presseinfo, 16.12.22: LEB-Werkstatt erneuert Kita-Kiosk

Der Laden ist wieder geöffnet

LEB-Werkstatt bringt alten Kita-Kiosk in Schuss

Die Sandkruger Werkstatt der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) hat ganze Arbeit geleistet: Ein in die Jahre gekommener Kiosk im Garten der evangelischen Kindertagesstätte Roseggerstraße erstrahlt in neuem Glanz und erfreut den Nachwuchs nun bei seinem täglichen Spiel.

Die Dachplatten aus Holz bei dem alten Kiosk seien bereits gebogen und morsch gewesen, erzählt Cristina Schmidt. Sie ist Leiterin der Tagesstätte und arbeitet bereits seit elf Jahren hier. Ihre Schützlinge hat sie aber schon längere Zeit nicht mehr Kuchen und Getränke aus Sand verkaufen gesehen, da die alte Hütte bereits baufällig war und abgesperrt werden musste. Durch einen Tipp von Pastorin Kerstin Keßler kam sie dann auf die Idee, bei der LEB-Werkstatt anzufragen, welche im September bereits ein neues Holzkreuz samt Schaukästen für die Kirchengemeinde errichtet hatte. „Nach unserer Dienstbesprechung bin ich umgehend in die Bümmersteder Straße zum LEB-Projekt gefahren, worauf sich auch schnell ein Auftrag ergab“, berichtet Schmidt. Finanziell möglich, da die Materialkosten durch den Förderverein der Kita abgesichert waren und die LEB-Werkstätte gemeinnützig mit Unterstützung des Jobcenters arbeitet und das Vorhaben einem öffentlichen Interesse dient.

LEB-Fachanleiter Robin Hurka machte sich schnell ein Bild, um festzustellen, dass neben dem Dach auch so einige Ständer inzwischen marode waren. Es ging für sein Handwerker-Team darum, alles möglichst nachhaltig wieder instand zu setzen: „Die alten Balken wurden durch neue aus Fichte und Tanne getauscht, außen haben wir wetterbeständige Lärche eingesetzt.“ An der Form des Grundgerüstes änderte sich zwar nichts, aber letztlich bleiben nur vier Pfosten und das Fundament vom Original erhalten. „Bei der Dachkonstruktion haben wir uns dann für Lichtwellplatten entschieden, um bessere Sicht in den Kiosk zu bringen und besser abdichten zu können“, erläutert der gelernte Zimmermann.

Nach zwei Wochen Bauzeit mit drei Projektteilnehmern und zwei Extratagen für kleine Nachbesserungen war das Werk vollendet. Trotz der kälteren Jahreszeit haben die Kinder den neuen Kiosk gleich zu nutzen gewusst, weiß Kita-Leiterin Schmidt. Nur Preise für die vielen Sandprodukte fehlen noch. Für diese ist aber genügend Platz, da die gesamte Fassade aus Planboardplatten besteht, welche in kombinierter Form jetzt eine Riesentafel ergeben. Es braucht nur noch ein wenig Kreide.

Foto (v.l.n.r.):

Rolf Dieter Schmidt (Teilnehmer LEB-Projekt), Cristina Schmidt (Kita-Leiterin), Anke Thies (Jobcenter Landkreis Oldenburg), Robin Hurka (Anleiter LEB-Projekt), Damian Adam Reinert (Teilnehmer), Uwe Weinreich (Teilnehmer, nicht im Bild)

    AG Ammerland/Friesland wählt neuen Vorstand
Vorstand AG (v.l.n.r.): Karl-Heinz Martinß, Sigrid Hansen-Schmidt (Vorsitzende), Almuth Neumann (eh. Vorsitzende), Jan Eyting (Geschäftsführer), Jonny Hinrichs (eh.), Heinrich Rastede (2. Vorsitzender, nicht im Bild)

AG Ammerland/Friesland wählt neuen Vorstand

Ehrenamtliche der LEB-Regionen tagten in Bad Zwischenahn

Die Arbeitsgemeinschaft Ammerland/Friesland der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen (LEB) hat für die nächsten drei Jahre einen neuen Vorstand gewählt. In der turnusmäßigen Mitgliederversammlung der regionalen Vereine und Gruppen wurde Sigrid Hansen-Schmidt als neue Erste Vorsitzende bestimmt.

Die LEB AG Ammerland/Friesland e.V. hatte eingeladen, am 5. Dezember trafen sich die Mitglieder der Vereine und Gruppen am LEB-Standort im Langenhof. Nach kurzem Bericht des alten Vorstandes über die veranstalteten Englischkurse in Bad Zwischenahn erfolgte dessen Entlastung durch die Kassenprüfer*innen. Damit war der Weg geebnet für die Wahlen, und ein vierköpfiger Vorstand konnte einstimmig ins Leben gerufen werden. Neu gewählt für wurden Sigrid Hansen-Schmidt für den ersten Vorsitz sowie Karl-Heinz Martinß. In ihren Ämtern bestätigt sahen sich Heinrich Rastede als 2. Vorsitzender und Jan Eyting in seiner Funktion als Geschäftsführer. Für ihren jahrzehntelangen Einsatz wurden zudem die Vorsitzende Almuth Neumann und Jonny Hinrichs feierlich verabschiedet. Neumann war bereits ab 1997 Mitglied des Vorstandes gewesen, Hinrichs hatte erst vor 4 Jahren das Amt des Geschäftsführers nach über 50 Jahren Amtszeit abgegeben.

„Ich möchte mich als Vorsitzende insbesondere für ältere Menschen einsetzen“, fasste Hansen-Schmidt bei ihrer Bewerbung für das Amt ein ihr wichtigstes Anliegen zusammen. Als Reisebegleiterin sei ihr aufgefallen, wie viel Redebedarf es bei dieser Bevölkerungsgruppe gebe. Auch Karl-Heinz Martinß beabsichtigt, seine touristischen Erfahrungen als Gästefüherer in die Arbeit für den Verein einzubringen. Die AG Ammerland/Friesland unterstützt ihre Mitglieder bei vielen Projekten und der Bildungsarbeit vor Ort, verfügt über ein weit verästeltes Netzwerk innerhalb der Regionen und vertritt ihre Belange gegenüber der Landes-LEB. Darüber hinaus organisiert die AG eigene Veranstaltungen.

Dabei möchte das LEB-Regionalbüro weiterhin unterstützend tätig sein, innerhalb der Tagung betonten die Verantwortlichen ihre Bereitschaft. So stellte Nicole Mehra, Leiterin des Coaching und Assessment Centers, verschiedene Seminare vor, die gerade in der Vereinsarbeit in der schwierigen Phase rund um Corona hilfreich sein können, und Regionalleiterin Dr. Natalie Geerlings gab einen motivierenden Einblick in laufende und zukünftige Projekte innerhalb der LEB Weser-Ems/Nord.

    

    Digitale Pat*innen für Bad Zwischenahn gesucht!

Digitale Pat*innen für Bad Zwischenahn

Foto: Gerlinde Domininghaus

Erfolgreiches LEB-Projekt sucht noch Unterstützung

Die Ländliche Erwachsenenbildung Weser-Ems/Nord (LEB) bietet die Möglichkeit, sich auch am Standort Bad Zwischenahn ehrenamtlich für Migrant*innen zu engagieren. In Oldenburg ist das Projekt bereits erfolgreich angelaufen – nun werden noch motivierte Lernpat*innen im Ammerland gesucht. Sie sollen den Teilnehmenden von Integrationssprachkursen mit Alphabetisierung helfen, sich in der digitalen Welt besser zurechtzufinden.

Es geht sowohl darum, die Migrant*innen im Umgang mit digitalen Medien im Deutschunterricht und teilweise im privaten Bereich zu unterstützen, als auch die sprachliche Praxis in Gesprächen zu fördern. Voraussetzung für die Patenschaft sind lediglich Grundkenntnisse in der Bedienung von Tablet-PCs und Apps, im Vordergrund steht die Betreuung des individuellen Lernens.

Am Standort Oldenburg ist das vom Bundesinnenministerium und dem Landkreis Ammerland geförderte Projekt bereits ein voller Erfolg, sodass in Kooperation mit dem Fachdienst Ehrenamtliches Engagement und den Auszubildenden der Stadt Oldenburg inzwischen ein wöchentliches Treffen etabliert werden konnte. Dabei tauschen sich die Beteiligten in lockerer Atmosphäre über digitale Unterrichtsinhalte und die deutsche Sprache aus, aber auch über alltägliche Erlebnisse und migrantische Lebenswelten. „So ist diese interkulturelle Partnerschaft ein Gewinn für beide Seiten.“, resümiert LEB-Projektleiter Mathis Peters, der nun in Bad Zwischenahn auf ähnliche Unterstützung hofft.

Nähere Information bei Mathis Peters, per Tel.: 0174/3671513 oder E-Mail an: mathis.peters@leb.de.

    Programm mit neuen Tourismus-Forbildungen verfügbar

Unser Fortbildungsprogramm 2022/2023

Tourismus in bunter Vielfalt

Ein neues quadratisches Heft mit 44 Seiten ist das Ergebnis! Unser neues Format bietet mit vielen touristischen Angeboten sicherlich für alle etwas, die am Thema interessiert sind. Wie gewohnt erhält der aktuelle Katalog unsere Grundlagenseminare sowie ein Spektrum neuer und bewährter Einzelveranstaltungen bereit.

->zum Programm

    Der LEB-Jahresbericht ist da!

LEB-Jahresbericht 2021

Ein Rückblick in Form eines pdf-Dokumentes, welcher übersichtlich die Herausforderungen, Leistungen und Ergebnisse unserer Arbeit zusammenfasst. Die Region Weser-Ems/Nord ist ab Seite 24 zu finden. Wir resümieren den LEB-Schautag, berichten von der Entwicklung des sozialen Wirtschaftsbetriebes und fassen das Jahr im Bereich Coaching und Assessment zusammen.


->zum Jahresbericht

    Yoga-Kurs in Oldenburg ab 7. November

Yoga für Anfänger*innen und Fortgeschrittene jeden Alters

Yoga ist ein ganzheitlicher Gesundheitsweg für Jung und Alt. Die Übungen dienen zur Harmonisierung der körperlichen Kräfte, Vertiefung des Atems, Beruhigung und Konzentration des Geistes. Yoga kann zur aktiven Entspannung und Regeneration führen, auch ohne Ehrgeiz und Leistungsdruck.

Bitte eine Yogamatte, evtl. eine Decke und/oder ein Sitzkissen mitbringen.

Veranstalter: Die AG Ammerland/Friesland der Ländlichen Erwachsenenbildung
Zeiten: 7 Termine vom  07.11. bis 19.12. 2022, jeweils von 18.30 bis 19.45 Uhr
Preis: € 40,-- (ab Kurs mit 11 Personen: € 35,--)
Teilnehmerzahl: 7 - 15
Trainerin: Vanessa Reis

Lehrgangsort:
LEB Bildungszentrum
Kaiserstr. 29
26122 Oldenburg

Info und Anmeldungen:
Tel.: 04403/98478-20 oder E-Mail an: weser-ems@leb.de

    Presseinfo, 11.10.22: Neue Nationalparkführende gekürt

„Es geht um mehr als nur das Watt”

LEB kürt neue Natur- und Landschaftsführer*innen

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erhält elf neue “Führungskräfte”, welche Besucher*innen der Küste fortan die unverwechselbare Natur der Region näherbringen. Nach ausführlicher Schulung und Prüfung unter maßgeblicher Mitwirkung von Nationalparkverwaltung (NLPVW) und der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) vergab die Ländliche Erwachsenenbildung Weser-Ems/Nord (LEB) die Zertifikate.

Erst vor etwa einer Woche haben die Anwärter*innen schriftliche wie mündliche Prüfung in Harlesiel bestanden und sind damit zertifizierte Natur- und Landschaftsführer*innen sowie Nationalpark-Partner*innen im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Bis dahin war es ein durchaus intensiver Schulungsweg über drei Wochenenden, denn nicht alle Teilnehmer*innen brachten Vorerfahrungen in  Sachen Gästeführung mit. Es galt eben nicht nur, sich in einem überschaubaren Zeitraum mit der Unterstützung verschiedenster Referent*innen Fachwissen anzueignen, weiß Romy Meister (LEB), Koordinatorin des Kurses: „Ziel der Qualifizierung ist natürlich auch, zu erlernen, was methodisch und didaktisch zu einer solchen Führung dazugehört und sich dem Thema des schützenswerten Lebensraumes Wattenmeer zu verschreiben.”

Das ist aus Sicht der vier Prüfenden allen Absolvent*innen vollends gelungen. So auch Janine Langer aus Apen, die einer Zielgruppe von Jugendlichen ab 12 mit Vorkenntnissen die Frage stellte: „Muscheln – Kläranlage als Delikatesse?” Wie auch die anderen Prüflinge präsentierte die gelernte Geologin einen 10-minütigen Ausschnitt aus einer eigens konzipierten Tour. Anschaulich präsentierte sie anhand zweier mit Meerwasser gefüllten Gläser, wie die kleinen Lebewesen eine wichtige Filterfunktion im Wattenmeer übernehmen. Dem Titel folgend machte die 45-Jährige aber auch deutlich, in wieweit sich Gifte und Mikroplastik inzwischen in Muscheln ablagern und in die Nahrungskette übergehen. „Den Umgang mit Gästen -von kleinen Kindern bis zu Senioren- erproben zu können, das hat mir innerhalb der Qualifizierung sehr geholfen”, resümiert Langer. Im Nationalpark-Haus Wattenhuus Bensersiel ist sie seit März tätig und möchte die gezeigte Führung ab Januar dort ausbauen.

Auf eine spezielle Entwicklung macht Romy Meister aufmerksam: „Obwohl noch Hauptanteil, werden jedes Jahr weniger Wattführungen geprüft, weil die Nationalpark- und Biosphärenregion so viel zu bieten hat. Es geht um mehr als nur das Watt.”  Das traf auch dieses Mal wieder zu. So informierte Stefanie Berns darüber, wie die Kartoffelrose nach Juist kam und für manche Bewohner später zum Problem wurde. Melanie Knevel erinnerte an den schmackhaften und teils vergessenen Röhrkohl der Salzwiesen, während Heike Remmers besondere Sternenkonstellationen näherbrachte. Thorsten Kraft hingegen verblüffte mit den ausgeklügelten Techniken des Schwertlilienrüsslers in der Ruhezone Flinthörn auf Langeoog.

Foto (stehend v.l.): Dr. Natalie Geerlings (LEB), Astrid Martin (NLPVW), Melanie Knevel, Heike Remmers, Janine Langer, Rolf Schauder, Stefanie Berns, Maxine Niggemann;
kniend von links: Romy Meister (LEB), Sven Frank, Ann-Katrin Lernen, Ines Rüsch, Lars Hirschmann, Thorsten Kraft

    Presseinfo, 21.09.22: Vogel-Fachwissen für die Küstenregion

Vogel-Fachwissen für die Küstenregion

Gästeführende von LEB mit besonderem Prädikat ausgezeichnet

In Schillig haben die ersten elf Gästeführenden die Prüfung 2022 zum/r „Nationalpark-Vogelführer*in” bestanden. Dank dieser Schulung sind sie von nun an bestens gerüstet, um Besucher*innen der Küste für den Schutz der hiesigen Vogelwelt und des Wattenmeeres zu sensibilisieren. Die zertifizierte Fortbildung ist eine Kooperation der Ländlichen Erwachsenbildung (LEB) mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer (NLPV).

Eine faszinierende und artenreiche Vogelwelt gehört zu den Besonderheiten des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer. Für zahlreiche Zugvögel ist es die wichtigste Raststation entlang der sogenannten Ostatlantischen Zugroute, die die afrikanischen Überwinterungs- und die arktischen Brutgebiete miteinander verbindet. Für einige Vogelarten ist es zudem ein wichtiges Brutgebiet.. Vor dem Hintergrund des diesjährigen Vogelsterbens von Brutvögeln infolge der Vogelgrippe an der Wattenmeerküste ist es heute umso wichtiger, das Bewusstsein für den Schutz dieser einzigartigen Landschaft und seiner Vogelwelt zu vermitteln. Die Fortbildung zum/r „Nationalpark-Vogelführer*in“ setzt genau hier an, um Gäste und Einheimische der Region zu informieren, als auch Impulse bei der Entwicklung neuer Angebote für die jährlichen Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zu geben.

Dabei müssen die Teilnehmenden des Kurses nicht zwingend ornithologisches Wissen mitbringen, weiß LEB-Regionalleiterin Dr. Natalie Geerlings: „Kenntnisse in Didaktik sowie über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer setzen wir aber voraus.” Deswegen melden sich in erster Linie bereits praktizierende und angehende Nationalpark-Führer*innen für die umfangreiche Schulung an. Im jüngsten Durchgang mit Start im November letzten Jahres konnten wieder vielfältige Kompetenzen erlangt werden. Dabei ging es für die Teilnehmer*innen von der praktischen Vogelbestimmung und -beobachtung bis zur „Biologie, Ökologie & Systematik” der gefiederten Freunde, vom Schutz der Brutvögel bis zur Zugvogelforschung und gesetzlichen Grundlagen.

Peter Südbeck zeigt sich als Leiter der Nationalparkverwaltung, welche den Kurs inhaltlich organisiert und konzipiert hat, zufrieden mit den Referent*innen seiner Institution: „Sie haben Theorie und Praxis miteinander verbinden und authentisch in den Kurs einbringen können.” Außerdem sei hochkarätige Fachexpertise von außen dazugekommen, wie die vom Institut für Vogelforschung Wilhelmshaven und vom Bereich Biologiedidaktik der Universität Bamberg.

Nach insgesamt vier intensiven Schulungswochenenden stand nun im September bei der Jugendherberge Schillighörn der entscheidende Abschluss mit Zertifizierung an. Dafür mussten die Prüflinge im Anschluss an eine schriftliche Arbeit praktische Elemente aus konkreten Vogelführungsthemen gegenüber der gesamten Gruppe samt Prüfungskommission präsentieren. Neben fachlicher Exaktheit bei guter und stilvoller Vermittlung stand dabei die praktische Anwendbarkeit bezüglich der jeweiligen Zielgruppen im Vordergrund. Schließlich haben die Absolvent*innen sich vorgenommen, mit entsprechenden Angeboten zukünftig ihr Wissen in den Führungen entlang der Nordseeküste von Ostfriesland, über die Inseln bis nach Wilhelmshaven weiterzugeben.

Foto (v.l.n.r.): Peter Südbeck (NLPV), Mathias Heckroth, Dr. Kai Pagenkopf (Dozent), Dr. Monika Wahsner, Frauke Gerlach, Jochen Runar, Imke Kreusel, Anja Sander, Fiona Wettstein, Dr. Andrea Dörries (verdeckt), Maria Diekmann, Edzard Busemann, Joke Pouliart

    Presseinfo, 07.09.22: LEB fertigt Holzkreuz für KG Sandkrug

Ein neues Kreuz zum Jubiläum

LEB-Werkstatt fertigt Holzriesen für Kirchengemeinde

Seit Kurzem steht ein neuer Vier-Meter-Riese direkt am Weg zur Kreuzkirche in Sandkrug. Das große Holzkreuz ergänzt eindrucksvoll zwei zugehörige Vitrinen, welche Teil des Konstruktes sind. Beide Arbeiten entstanden in der Werkstatt der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) im Auftrag der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde.

„Das alte Kreuz war etwas in die Jahre gekommen, bereits dunkel und morsch“, erzählt Karsten Suhr vom Gemeindekirchenrat Sandkrug. Durch seine Arbeit im Bauausschuss fühlte er sich quasi berufen, etwas zu unternehmen, damit im Jubiläumsjahr der Kirche die alten Schaukästen inklusive Kreuz wieder neu erstrahlen können. Eher zufällig ergab sich dann der Kontakt zur gemeinnützigen LEB-Werkstatt in Sandkrug, welche seit knapp zehn Jahren in der Bümmersteder Straße 39 mit Langzeitarbeitslosen wirkt.

Das LEB-Projekt ist eine Kooperation mit dem Jobcenter des Landkreises und soll den Teilnehmenden helfen, auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zurückzufinden. Aktuell sind hier 37 Personen in ganz verschiedenen Bereichen tätig. „Vielleicht sind wir eher bekannt durch die Sammlung von Spendengütern für Weißrussland“ , sagt Carola Hilbers, stellvertretende Leiterin des LEB-Projektes, „aber bei uns gibt es genauso die Möglichkeit, sich in den Arbeitsbereichen Garten, Lager, Metall und Fahrradwerkstatt auszuprobieren.“

Und in puncto Holz, wie sich spätestens jetzt zeigt anhand des auffälligen Kreuzes mitten im Ort. Zweieinhalb Monate haben drei Teilnehmer unter der Regie von LEB-Fachanleiter Robin Hurka bis zur Vollendung benötigt. Dabei diente das alte, bereits demontierte Exemplar als Anschauung, um es fast eins zu eins nachzubauen. „95 Prozent sind wirklich durch die Teilnehmer entstanden, nur an ein paar Stellen habe ich etwas geholfen“, betont der gelernte Zimmermann. Neben Siebdruckholz und Lärche für die Schaukästen, ist dabei Douglasieholz für Ständerwerk und Kreuz zum Einsatz gekommen. Alles mit etwas mehr Witterungsschutz und Kupfer für die Abdeckungen. „Nur die Glasscheiben blieben von dem Original wirklich erhalten.“, ergänzt Hurka. „Das war vor allen Dingen abwechslungsreich: Sägen, Fräsen, Schleifen – das gehörte alles mit dazu“ , beschreibt Uwe Weinreich die Arbeit an dem Objekt. Der kurz vor dem Ruhestand stehende Teilnehmer ist gelernter Schlosser, Betonfacharbeiter sowie Garten-Landschaftsbauer und entdeckte erst spät als Hausmeister für Schulen seine Vorliebe für Holz. Die setzt er nun im Projekt fort. Kleine Schwierigkeiten gab es ausschließlich bei der Installation, zu der ein paar unterstützende Hände aus dem Bereich Naturschutz hinzukamen. Schließlich galt es, über eine Tonne Gewicht gezielt mit Radlader zu stemmen und zu verankern.

„Ohne die LEB-Werkstatt wäre das Kreuz nicht neu aufgestellt worden“, weiß auch Anke Thies vom Jobcenter des Landkreises. Der Kirche fehlten die finanziellen Mittel, um neben dem Material auch noch die Arbeitszeit zu bezahlen, und da der Auftrag außerdem einem öffentlichen Interesse diente, durfte er ausgeführt werden. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr glücklich“, fasst Karsten Suhr stellvertretend für die Verantwortlichen der Kirche zusammen. Pastorin Kerstin Keßler und Gemeinderatsmitglied Barbara Coring blicken derweil auf die noch zu bestückenden Vitrinen und erfreuen sich an den neuen Möglichkeiten, denn ab Ende des Jahres ist ein großes Programm geplant: „Stichtag zum Jubiläum ist der 17. Dezember. Da wird bis zum Himmelfahrtstag inklusive Gemeindefest einiges anzukündigen sein.“
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Pressefoto v.l.n.r.:
Kerstin Keßler (Pastorin), Karsten Suhr (Gemeindekirchenrat), Barbara Coring (Gemeindekirchenrat), Andre Schulz (Jobcenter Landkreis),
Rainer Knop, Udo Warnke, Damian Adam Reinert, Sabri Ibrahim Geshto, Rolf-Dieter Schmidt, Uwe Weinreich (alle Teilnehmer),
Anke Thies (Jobcenter Landkreis), Carola Hilbers (LEB), Peter Thieß (LEB), Robin Hurka (LEB)

    Presseinfo, 26.08.22: AG Ostfriesland wählt neuen Vorstand

AG Ostfriesland wählt neuen Vorstand

Christine Frerichs (l.) mit den neuen Vorstands- und Beiratsmitgliedern *

60 Ehrenamtliche der LEB-Region tagten in Aurich

Die Arbeitsgemeinschaft Ostfriesland der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen (LEB) hat einen neuen Vorstand gewählt. In der jährlichen Mitgliederversammlung der regionalen Vereine und Gruppen wurde Christine Frerichs als neue Vorsitzende bestimmt.

Der LEB AG Ostfriesland e.V. hatte eingeladen: Am Mittwochabend trafen sich alter Vorstand, Beirat und rund 60 Ehrenamtliche aus 33 Vereinen und Gruppen in Aurich. Bei entspannter Atmosphäre im Sandhorster Krug legten 42 Stimmberechtigte zur jährlichen Mitgliederversammlung den neuen Vorstand für drei Jahre fest. Die bisherige Stellvertreterin Christine Frerichs aus Ardorf wurde einstimmig gewählt und wird in Kürze mit dem konstituierten Vorstand die Geschäftsführung einsetzen. Innerhalb der Sitzung wurden die scheidenden Christine Säfken (Vorsitz) und die Trientje Emmen (Geschäftsführung) für ihr 11-jähriges Engagement geehrt.

Die AG Ostfriesland unterstützt ihre Mitglieder bei vielen Projekten und der Bildungsarbeit vor Ort, verfügt über ein weit verästeltes Netzwerk innerhalb der ostfriesischen Region und vertritt ihre Belange gegenüber der Landes-LEB. Darüber hinaus organisiert die AG eigene Veranstaltungen von Sprachkursen für ukrainische Flüchtlinge bis zu Pflegekursen für Angehörige.

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*Foto v.l.n.r.: Christine Frerichs, Elfriede Dirksen-Harms, Heinz-Hermann Hertz-Kleptow, Gertrud Peters, Monika Rewerts, Monika Beitelmann, Maria Aden-Hüls, Wilma te Brake, Gerda Ippen, Gisela de Vries-Leyn

    Presseinfo, 29.07.22: „Prima Klima“ erhält Standorte und Fachleute

Klimaanpassung erhält Standorte und Fachleute

Programm zu LEB-Projekt „Prima Klima“ nimmt Formen an

Die Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen (LEB) hat entscheidende Eckpfeiler für ihr umfassendes Bildungsprogramm zur Klimaanpassung gesetzt. Im nächsten Jahr werden an vier repräsentativen Standorten in Niedersachsen Ehrenamtliche zum Thema geschult, um ihr Wissen später weitergeben zu können. Renommierte Expert*innen für „Prima Klima“ konnten bereits gewonnen werden.

Was erwartet uns demnächst vor unserer Haustür und wie können wir uns auf die Veränderungen durch den Klimawandel vorbereiten? Das sind elementare Fragen, welchen die LEB mithilfe von Fachleuten begegnen will.

Ab März 2023 wird es an den Standorten Leer, Oldenburg, Barnstorf und Bissendorf (bei Osnabrück) jeweils acht Vorträge und Workshops zum Thema Klimaanpassung in Niedersachsen geben. „Bereits jetzt können sich am Thema Interessierte für die geplanten Veranstaltungen bei uns melden“, erläutert LEB-Projektleiterin Karina Schaefer. Die Teilnahme sei kostenlos, denn es gehe darum, „unsere Vorhaben zu erproben und dann im Austausch zu optimieren.“ In dieser Pilotphase von „Prima Klima“ sollen Ehrenamtliche gewonnen werden, welche ihr Wissen später in die Breite der Bevölkerung tragen.

In den Vorträgen und Workshops wird es u.a. um die Folgen des Klimawandels in Harz, Wattenmeer und Moor, intelligentes Wassermanagement, bestimmte Aspekte zum Thema Gesundheit, die Reflexion unseres Lebensstils und um individuelle Anpassungsmaßnahmen gehen. Einer der beteiligten Referenten ist Dr. Thomas Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR). Als promovierter Meteorologe wird er zum Auftakt der Bildungsreihe einen umfassenden Überblick zum Thema Klimawandel und dessen Fortschreiten geben. Für ihn ist es wichtig, aus abstrakten Zahlen ein Verständnis zu bilden, was der Klimawandel für jeden einzelnen und die nächsten Generationen konkret bedeutet. „Es geht um nicht weniger als den Erhalt der menschlichen Zivilisation und bei den Lösungen um enorme gesamtgesellschaftliche Transformationen“, fasst der Experte zusammen, der sich schon über 15 Jahre auch für den Klimaschutz engagiert zeigt und ergänzt: „Die Gesellschaft aufzuklären und weiterzubilden ist für mich dabei immer der erste Schritt, um Veränderungen in Gang zu setzen.“

Für den Herbst dieses Jahres ist eine Online-Informationsveranstaltung geplant, weiß Karina Schaefer zu berichten, „um Neugierige bereits im Vorfeld mit einigen Referenten und Referentinnen sowie den Konzepten bekannt zu machen und sie für eine Teilnahme zu begeistern“.

Hintergrund:

Mit dem Projekt „Prima Klima“ möchte die LEB Ehrenamtlichen in der Region eine umfassende Möglichkeit bieten, den Klimawandel und dessen Folgen im Einzelnen zu erkennen, damit diese Handlungen für ihre Tätigkeiten ableiten können. Hierzu arbeitet die LEB seit diesem Jahr mit

Fachleuten zusammen, um Bildungseinheiten auszuarbeiten. Für 2023 ist geplant, mit den Teilnehmer*innen das erstellte Programm von insgesamt über 150 Unterrichtseinheiten mit verschiedenen Schwerpunkten zu erproben, anzupassen und zu verfestigen.

Das Projekt im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) erfährt organisatorische Unterstützung durch ZUG (Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH) und wird vom BMUV (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz) gefördert. Die LEB selbst verfügt über ein breites Bildungsnetzwerk von etwa 1100 Mitgliedsgruppen und -vereinen in ganz Niedersachsen, über welches sie die ehrenamtlichen Akteure im ländlichen Raum für „Prima Klima“ gewinnen möchte.

Kontakt:

Interessierte melden sich bitte bei Karina Schaefer per E-Mail an karina.schaefer@leb.de oder unter Tel.: 04941 - 986 54 21.

    Presseinfo, 05.07.22: Patenschaften für Deutschkurse gefunden

Digitale Patenschaften für Deutschkurse gefunden

Foto: Gerlinde Domininghaus

LEB Weser-Ems/Nord kooperiert mit der Stadt Oldenburg

„Voneinander lernen – miteinander wachsen“ ist die Devise: In den Deutschkursen der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) agieren ab sofort die Auszubildenden der Stadt-verwaltung Oldenburg als digitale Pat*innen für Migrant*innen. Möglich gemacht durch eine Kooperation von „Service Learning“ der Agentur :ehrensache mit dem LEB-Bereich „Deutsch als Zweitsprache“.

„In den Integrationssprachkursen mit Alphabetisierung geht es zunehmend darum, die digitale Kompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern. Dazu benötigen sie auch technische Unterstützung im Umgang mit modernen Medien“, erläutert Projektleiter Mathis Peters von der LEB Weser-Ems/Nord. Die „digitalen Pat*innen“ helfen deshalb während ein bis zwei Stunden pro Woche mittels Tablet dabei, eigene Ideen für ein digital gestütztes Lernen zu entwickeln. Damit unterstützen sie die Migrant*innen dabei, sich berufliche Perspektiven zu eröffnen oder im privaten Bereich zu engagieren, z. B. bei der Hausaufgabenbetreuung. Außerdem können sie dann ebenso die Herausforderungen einer digitalisierten öffentlichen Verwaltung besser meistern.

Die entstandenen Tandems aus Kursteilnehmer*in und Pat*in treffen sich dazu regelmäßig im Kulturzentrum PFL, um ihre Erfahrungen auf Augenhöhe persönlich auszutauschen. „Alternativ einmal wöchentlich auf der digitalen LEB-Lernplattform“, ergänzt Peters. Da soll es sowohl um technische Fragestellungen zu Unterrichtsinhalten und sprachliche Übung gehen als auch um das Lernen im Alltag und migrantische Lebenswelten.

Das vom Bundesinnenministerium geförderte LEB-Projekt („Digitale Paten in Integrationskursen mit Alphabetisierung im Ammerland und in Oldenburg“) hat in der Stadt Oldenburg aus Sicht von Olga Gerz von der Freiwilligenagentur :ehrensache einen idealen Partner gefunden: „Unsere Auszubildenden erhalten nun die Möglichkeit, sich ihrerseits gemeinnützig zu engagieren und durch die inhaltliche Vorbereitung und Reflexion des ehrenamtlichen Dienstes für ihre zukünftige berufliche Tätigkeit dazuzulernen.“ Freude am Austausch und die Unterstützung in der persönlichen Entwicklung sollen bei dem Zusammenwirken insgesamt im Vordergrund stehen, da sind sich beide Seiten einig.